Über uns

Geschichte der LandFrauen

Schon 1889 gründete Elisabeth Boehm in Ostpreußen den ersten Hausfrauenverein. Sie wollte Frauen ein Forum bieten für fachlichen Austausch sowie den Gutsfrauen Möglichkeiten der Weiterbildung eröffnen. So entstand 1916 ein Reichsverband mit Sitz in Berlin. Die zunehmenden Landwirtschaftlichen Hausfrauenvereine hatten neben der Wahrung des Kulturguts und der Pflege der Geselligkeit die fachliche Weiterbildung der Landfrauen zum Inhalt. Im deutschen Südwesten gründete Fürstin Theresa zu Hohenlohe-Waldenburg 1916 den ersten Landwirtschaftlichen Hausfrauenverein. Es entstanden die ersten Hausfrauenläden, zum Beispiel Öhringen und Schwäbisch Hall. Es sollten auch hauswirtschaftliche Verbesserungen durchgesetzt werden. Der Verband trug durch seinen unparteilichen Geist dazu bei, dem Wiederaufbau von Landwirtschaft und Volkswirtschaft zu dienen. Es wurden zur fachlichen Ausbildung Landfrauen- und Haushaltungsschulen errichtet und die Weiterbildung fand in den Landwirtschaftlichen Hausfrauenvereinen statt.

1933 wurden die Landwirtschaftlichen Hausfrauenvereine vom Staat aufgelöst und in den Reichsnährstand integriert.

1946 sollten mit Unterstützung der amerikanischen Militärregierung Vereins- und Verbandsgründungen stattfinden. Marie-Luise Gräfin Leutrum von Ertingen nahm sich aus der Notsituation heraus der Landfrauen an. Mit der Bezeichnung „Landfrauenverband“ sollten alle Frauen auf dem Land angesprochen werden. Jetzt war es nötig alle Frauen zusammen zu führen um sie in ihren Aufgabenbereichen Hauswirtschaft, Familie und Gesundheit zu beraten und weiter zu bilden. Wichtig war es auch, dass kulturelle und gesellige Leben in den Dörfern wieder aufleben zu lassen.

1948 wurde der Deutsche Landfrauenverband gegründet mit Gräfin Leutrum als Präsidentin. Bis heute hat sich unser Landesverband mit über 50.000 Mitgliedern in 24 Kreisverbänden und 620 Ortsvereinen zur wichtigsten Stimme für Frauen im ländlichen Raum entwickelt. Erwachsenenbildung in den Bereichen Frau, Familie, Gesellschaft, Gesundheit und Bewegung, Agrar- und Sozialpolitik. Kultur und Entwicklungspolitik findet in allen Ortsvereinen statt, unterstützt durch unser Bildung- und Sozialwerk und den Bildungsreferenten unseres Verbands.

Unsere Führungskräfte werden geschult und qualifiziert um ihr Amt mit Freude ausführen zu können. Unsere politische Interessenvertretung gilt der Verbesserung der wirtschaftlichen und rechtlichen Situation der Frauen auf dem Land. Wir haben bei Institution, anderen Verbänden und politisch Verantwortlichen großes Gewicht. Dazu verfügen wir über ein tragfähiges Netzwerk, das über Jahrzehnte gewachsen ist und sich bewährt hat. Wir beziehen Stellung. Mit Unterschriftenaktionen, Aufklärungskampagnen und Veranstaltungen tragen wir zur Meinungsbildung bei und nehmen Einfluss auf wichtige politische und gesellschaftliche Entscheidungen.

Die Struktur der LandFrauen in Deutschland

Erklärvideo: Starke Frauen mit einer Schwäche fürs Land